SPORTFREUNDE 1927 NEERSBROICH

Die Historie

Aus Festschrift 60 Jahre Sportfreunde Neersbroich

In den 80- er und 90-er Jahren wuchs der Verein. Immer mehr Zuspruch fand die gute Jugendarbeit des Vereins, so dass auch immer mehr Jugendteams für den Spiel- und Trainingsbetrieb angemeldet werden konnten.

Unermüdlich waren die Verantwortlichen, vor allem der „gute Geist“ des Vereins, Jakob Meißner, darum bemüht, geeignete Trainer und Betreuer anzusprechen. Es fanden sich über die Jahre eine Menge „jüngerer“ und auch „älterer“ Vereinsmitglieder und Eltern betreuter Kinder, die eine Aufgabe als Trainer und oder Betreuer übernahmen. Zu dieser Zeit bereits hat der Verein sich auch darum gekümmert, die fachlichen Voraussetzungen für das Training und die Betreuung von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Seit den 90er Jahren fanden und finden im Clubheim Ausbildungslehrgänge des Fußballverbandes Niederrhein statt, von denen im Verlauf der Jahre viele Vereinsmitglieder profitierten.

Legendär in der Erinnerung geblieben sind vor allem auch die Betreuerausflüge, die die „Vereinsfamilie“ beispielsweise häufig in den Gasthof Tommes nach Nordenau führten oder auch Betreuerausflüge nach Brüggen und andere reizvolle Orte. Diese Veranstaltungen haben enorm dazu beigetragen, dass der Verein sich im wahrsten Sinne des Wortes zu einem „Familienverein“ entwickelte und ein großer Zusammenhalt und viele Freundschaften entstehen konnten.

In dieser Zeit entstand der Slogan, der sich bis heute auf T-Shirts wiederfindet und der nichts von seiner Aktualität verloren hat: „Neersbroich ist nicht nur ein Verein, sondern eine Lebenseinstellung“. Diese soziale Komponente war und ist die Triebfeder für viele Vereinsmitglieder.

Auch hier ist an erster Stelle Jakob Meißner zu nennen, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Marianne Goldmanns und den damaligen Vorsitzenden Franz Dommers und Hermann-Josef Kronen den Verein zu dem gemacht hat, den er bis heute in der Stadt Korschenbroich und weit darüber hinaus darstellt.

Neben den vielen Trainern und Betreuern, die sich ehrenamtlich für den Verein engagierten, gelang es auch, eine beträchtliche Anzahl von Frauen und Männern zu finden, die bei Veranstaltungen mit anpackten und den Verein unterstützten.

Jugendfahrten und Ferienfreizeiten hatten ebenfalls ihren Anteil daran, dass viele Vereinsmitglieder eine tiefe Verbundenheit zum Verein entwickelten und heute mit den eigenen Kindern wieder aktiv sind. Sportlich waren die 90-er Jahre dadurch geprägt, dass sich der Verein mit der 1. Mannschaft häufiger in der B- und A-Klasse wiederfand. Auf- und Abstiege wurden erlebt, aber da der sportliche Erfolg nicht dominierte, gelang es auch sportlich den Verein in ein ruhiges Fahrwasser zu manövrieren. Der größte sportliche Erfolg war der Aufstieg unserer 1. Mannschaft in der Saison 2001/2002 in die Bezirksliga. 10 Jahre lang war damals Hans-Willy Esser unser Trainer der 1. Mannschaft.

Im  Jahr 2004 gab es anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums ein wunderbares Fest im Festzelt auf dem Gelände der Firma Bolten. Zu dieser Zeit entstand auch ein besonderes „Jubiläums-Logo“, wie der beigefügte Artikel zeigt.

2005 starb nach schwerer Krankheit der „Motor“, der „gute Geist“ und unser Freund Jakob Meißner im Alter von 64 Jahren (siehe Foto). Er hinterließ eine Lücke, die so groß war, wie man es sich kaum vorstellen kann. Dennoch gelang es, seine Vorstellungen des Vereinslebens weiter zu führen. Die damaligen Vorstandsmitglieder Heidi Hentrich, Peter Baukloh, Uwe Röpke und Gregor Mertens versprachen, den Verein im Sinne von Jakob Meißner weiter zu führen. Dieser Verpflichtung kommt auch der jetzige Vorstand bis heute nach.

Über die Jahre hat sich das Angebot des Vereins auch erweitert. Neben einer Badminton-Abteilung gibt es verschiedene Gymnastikgruppen, den Strick-Club der „alten Damen“ und Vereinsmitglieder, die sich intensiv mit dem Karnevalstreiben beschäftigen.

Der Verein ist gut für die Zukunft aufgestellt. Der Bau des Kunstrasenplatzes im Jahr 2015 stellt einen Meilenstein in der Vereinshistorie dar und sorgt dafür, dass die sportlichen Erfolge in der Jugendarbeit zunehmen und es auch bei den Senioren sicher bald wieder aufwärts gehen wird (Foto Kunstrasenplatz einfügen).